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  • Der Kriegsheld als Selbstmordattentäter VON WALTER FALK, Rheinpfalz
    Ein Selbstmordattentäter war der Held von Händels Oratorium „Samson“,
    das am Sonntag in der Abteikirche Otterberg aufgeführt wurde. Unter Berthold Kliewer zeigten der klassische Chor der TUsowie die Churpfälzische
    Hofcapelle (auf historischen Instrumenten) und die vier Solisten eine fulminante Leistung. Trotz der Länge von drei Stunden (mit Pause) saßen die Zuhörer bei der dramatischenGestaltung diesesMammutwerkeswie gebannt auf der Stuhlkante.
    Die Konfrontation von Religionen – zur Zeit des Alten Testamentswar sie so aktuell
    wie heute. In Händels Oratorium spielt solch ein Konflikt bis zumfatalen
    Ausgang die Hauptrolle. Die Erzählung von Samson, von seiner geheimnisvollen
    Körperkraft, von demPhilistermädchenDalila, das ihmdasGeheimnis entlockt
    und ihn an seine Feinde verrät, ist aus demAlten Testament bekannt. Hier
    wird uns Samson aber nicht als Kriegsheld vorgeführt, sondern in seinem
    Elend. Wir werden Zeuge seiner tiefsten Verzweiflung. Der selbstherrliche
    Kraftprotz, der die Philister das Fürchten gelehrt hat, liegt gefesselt, erblindet,
    geschunden von Sklavenarbeit und ohne Hoffnung amBoden. Schon mit den ersten Tönen wird klar, dass es sich hier um eine emotionsgeladene
    Interpretation handelt. Mit vorwärtsdrängendem Tempo der
    Klassischer Uni-Chor führt unter Berthold Kliewer Händels Oratorium„Samson“ in der Abteikirche Otterberg auf Churpfälzischen Hofcapellewerden die Zuhörer bereits im Orchestervorspiel an einen dramatischen Handlungsablauf herangeführt. Schwelgerisch, mit extremer Klangsinnlichkeit durchdrungen,
    stellt sich der Jubelchor der Philister vor, die das Fest ihres Gottes Dagon
    begehen wollen. In düsteren Farben hingegen ist der Chor der Israeliten getaucht,
    die Gott um Gnade anflehen. Nurwenn sie an Samson denken, unterbricht
    ein Hoffnungsstrahl ihre Verzweiflung.Dann wächst der flehende Gebetschor zu einer vielstimmigen, temperamentvollen Fuge heran. Hier schon zeigt sich die gestalterische Stringenz desmusikalischen Leiters.Wie eine Turteltaube gurrt
    Sopranistin Lydia Eller Ganz opernhaft in ihrem dramatischen Aufbau ist die Auseinandersetzung zwischen Samson und Dalila. Sie beschwört ihn, ihr zu verzeihen und erneut ihrer Liebe zu folgen. Gurrend wie eine Turteltaube intoniert Lydia Eller (Karlsruhe) diese Rezitative. Und in der Arie „Mit klagenden Tönen“ weiß sie aus demzartesten Pianissimo ihre herrliche Sopranstimme übergangslos bis
    ins Forte anwachsen zu lasen und Samson mit herrlichen Koloraturen zu umgarnen. Samson jeoch weist sie schroff ab, sie schwört ihm Rache. Dieses
    Duett entwickelt sich zu einem der Höhepunkte des Oratoriums. Der Tenor
    Fabian Kelly (Mainz) verleiht Samson tonale Kraft und ein schönes Timbre. Er
    versteht es lyrisch zu singen, aberwenn er seine Stimme öffnet, bekommt der
    Hörer Gänsehaut. Echt oratorienhaft ist nach dieser opernhaften Szene dafür die Gegenüberstellung der Chöre: In schlichter Größe erfleht der Chor der Israeliten
    Gottes Schutz („Höre, Jakobs Gott, hör uns!“), während die Philister in tänzerisch
    verbrämten Koloraturen Gott Dagon feiern („Gesang und Tanz gehört der Tag“). Ein mächtiger, atemberaubender Doppelchor, verstärkt durch die Solisten, vereint beideWelten. Die Sänger bieten dabei, aber nicht nur hier, einen außerordentlich hohen Standard: Der Chorklang ist von betörender Reinheit und Geschlossenheit, intonatorisch wird makellos gesungen, und die musikalischen Charaktere werden mit nuanciertem Raffinement gespiegelt. Auch ein Höchstmaß an Dynamik weiß
    der Chor dem Werk abzugewinnen. Kliewer vermittelt stets das richtigeGespür
    für die Eigenarten desWerks. Die Katastrophe bricht im dritten Teil herein
    Der dritte Teil bringt dann die Katastrophe: In kraftvoller Leidenschaft erklingt
    der Hilfeschrei der Israeliten. Und Samson preist den anbrechenden
    Morgen in einer Arie, die wie in einer Vision schönere Zeiten heraufbeschwört,
    begleitet von herrlicher Musik des Orchesters, die besonders malerisch
    ist in ihrer Ausdruckskraft. Und dann bricht die Katastrophe über die
    Philister herein: Samson stürzt die Säulen um, der Tempel bricht zusammen
    und begräbt unter seinen Trümmern die Häupter der Philister. Um Hilfe
    schreiend, umGnade flehend gehen die Philister ( in einem bewegenden Chor)
    zugrunde. Aber mit ihnen auch der Held Samson. Erschütternd klingt der
    im Pianissimo verklingende Klagechor, dem ein feierlicher Trauermarsch folgt.
    Faszinierend, welch feinsinnigen Klangzauber die Hofcapelle dem historischen
    Instrumentarium entlockt. Aber nicht nurWehklagen soll des Helden Tod begleiten: „Gepriesen sei der Herr, der ihm den Sieg verlieh!“ Ein mitreißender, mehrstimmiger Jubelchor beschließt das kraftvolleWerk. In Hochform präsentiert sich auch das Solistenquartett. Präzise Artikulationmussman
    ihnen allen bescheinigen.Die Koloraturen fallen aus dem Mund
    der Sopranistin Lydia Eller wie Perlen aus demMund derMärchenfee. Sandra
    Stahlheber (Karlsruhe) verleiht Samsons Freund Micah mit Wärme in der
    Stimme und tonlicher Festigkeit vokale Brillanz. Tenor Fabian Kelly glänzt
    durch Mühelosigkeit in der Höhe, und Jan-Ole Lingsch (Mühlhausen) verleiht
    Samsons Vater Manoa einen abgrundtiefen, Bass und verleiht demkraftstrotzenden
    Philister Harapha mit tiefschwarzer, voluminöser satanische Süße.
    Fünf Minuten lang begeisterter Beifall  imStehen.
    afb oebfkmc^iw — NR. 145 KULTUR REGIONAL MITTWOCH, 26. JUNI 2019
    Höchstmaß an Dynamik: der klassische Chor der TU Kaiserslautern sowie die Churpfälzische Hofcapelle. FOTO: GIRARD

  • 16.12.2018: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/oppenheim/oppenheim/handels-messias-beeindruckt-in-oppenheim_19845870
    ...Auch in diesem Jahr sind die Kantorei St. Katharinen und die Churpfälzische Hofcapelle sowie vier Solisten unter dem Dirigat Ralf Bibiellas an der Aufführung beteiligt....Auch in diesem Jahr sind die Kantorei St. Katharinen und die Churpfälzische Hofcapelle sowie vier Solisten unter dem Dirigat Ralf Bibiellas an der Aufführung beteiligt.... (Fred Balz)

  • 17.11.2018: https://www.echo-online.de/freizeit/kunst-und-kultur/musik/bachs-h-moll-messe-in-arheilgen_19205423
    "....Der Kantorei zur Seite stand mit der Churpfälzischen Hofcapelle ein Ensemble aus Barock-Spezialisten, die ihre historischen Instrumente perfekt beherrschen. So gelang nicht nur die nahtlose Begleitung der Chor- und Solonummern, sondern auch die Ausprägung charakteristischer Klangfarben. Die Trompeten und Pauken gaben den auftrumpfenden Sätzen Profil. Sologeige, Traversflöten, Oboe und Naturhorn waren bei den Arien als feinsinnige Partner zur Stelle", Darmstädter Echo, 21.11.2018, Klaus Trapp

  • Begeisterter Beifall für ein Bach-Ereignis (Bergsträsser Anzeiger, 2.11.2017, Klaus Ross)
    "............Ein exzellentes Bensheim-Debüt gelang nicht zuletzt der "Churpfälzischen Hofcapelle, deren famose Holz- und Blechbläsersolisten den Konzertbesuch besonders lohnend machten. Das von Judith und Wolfgang Portugall organisierte Ensemble hat sich für weitere Gastsapiele empfohlen.
    Langer und begeisterter Beifall krönte dieses Bach-Ereignis am Reformationstag."
    Quelle: Bergsträßer Anzeiger, 02.11.2017
    Weiterlesen unter:  http://www.bergstraesser-anzeiger.de
     
  • https://www.rheinpfalz.de/lokal/kaiserslautern/artikel/chor-und-orche
  • Klangvoller Trost (Darmstädter Echo November 2014)
    "Konzert – Farbenreich und dynamisch: Kantorei Arheilgen mit Schubert und Brahms

    Großer Besucherandrang herrschte am Sonntag beim Auftritt der Arheilger Kantorei und der Churpfälzischen Hofcapelle unter Leitung von Burkhard Engelke in der Johanneskirche. Auf dem Programm standen zwei Schlüsselwerke der Romantik: „Ein Deutsches Requiem“ von Brahms sowie Schuberts „Unvollendete“.
    .......Bei der Aufführung am Sonntag in der Johanneskirche wurde dem „Deutschen Requiem“ Schuberts unvollendete Sinfonie in h-Moll vorausgeschickt. Eine Programmabfolge, deren Reiz darin bestand, dass die beiden Werke, die auf unterschiedliche Weise das Thema der Vergänglichkeit verarbeiten, miteinander in Beziehung traten. So erschien das Requiem als tröstliche Antwort auf die düsteren Fragen, die in Schuberts unvollendeter Sinfonie aufgeworfen wurden.
    Die dunkle Grundstimmung, die das einleitende Unisono-Motiv in den Celli und Kontrabässen vermittelte und später in den bedrohlichen Sechzehntelbewegungen der Violinen vibrierte, blieb auch in dem tänzerischen Seitenthema des Kopfsatzes spürbar. Dicht verzahnt und ausdrucksstark kostete das Orchester die untergründige Spannung, die das Werk wie ein dunkler Schatten durchzieht, aus. Auch wenn Burkhard Engelke auf ein forsches Tempo drängte, das den Phrasen wenig Zeit ließ, frei auszuschwingen, entfaltete die Sinfonie doch eine geheimnisvolle, vor Energie zitternde Atmosphäre. Genährt wurde diese nicht zuletzt von dem dunkel timbrierten, bis ins tiefste Nachtschwarz reichende Farbspektrum des auf historischen Instrumenten spielenden Orchesters. Individuell und charaktervoll, auch das Herbe und Knorrige nicht aussparend, überzeugte die Churpflälzische Hofcapelle auch dem nur auf den ersten Blick versöhnlicher scheinenden zweiten Satz stets mit der nötigen Homogenität...."

  • Adventskonzert 2015 (PDF)

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